Investition in Lösungswege einheimischer Landwirte zur Bewältigung der Herausforderungen für die globalen Ernährungssysteme
Weltbauernverband (WFO)
Andreas Hermes Akademie (AHA)
Zeit: Donnerstag, 19. Januar 2023, 16:00 – 17:30 Uhr
Raum: M4-M5
Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch
Zusammenfassung:
Die Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertreter:innen von WFO, PAFO, AgriCord, Weltbank, IFAD und der Food & Land Use Coallition drehte sich um die kritische Frage des Zugangs zu Finanzmitteln für Landwirte. Gestützt auf statistische Daten von IFAD erfuhren die Zuhörer, dass nur 2 % der weltweiten Klimafinanzierung bei Kleinbauern ankommen. Der Zugang zu Finanzmitteln ist jedoch eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Landwirte ihre Rolle bei der Umstellung der Produktionsmittel wahrnehmen und so zu einer Transformation der Ernährungssysteme beitragen können. Die Anpassung an den Klimawandel ist und wird im Rahmen dieses Wandels eine große Herausforderung darstellen, da sich die Folgen des Klimawandels rasch entfalten. Außerdem gibt es keine Patentlösungen, sondern sie müssen an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Angemessene Finanzmittel, um diesen Prozess zu ermöglichen, sind entscheidend.
Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die Bauernverbände eine wichtige Rolle beim Aufbau der Kapazitäten ihrer Mitglieder spielen, was eine Voraussetzung für den Zugang der Landwirte zu Finanzmitteln ist. Darüber hinaus ist nur ein gut organisierter Agrarsektor auf allen Ebenen in der Lage, auf aktuelle Herausforderungen mit der nötigen Verhandlungsmacht zu reagieren.
Ein weiterer Punkt, auf den das Panel hinwies, ist die Bedeutung internationaler Vereinbarungen und einer kohärenten internationalen Agenda. Damit diese internationalen Bemühungen auf lokaler Ebene wirksam werden können, müssen die Landwirte jedoch gestärkt und einbezogen werden: Über ihre Vertretung durch Bauernverbände wollen sie mit am Tisch sitzen.
Podiumsgäste
Zum anderen ist er gemeinsam mit Leo Horn-Phathanothai Ko-Direktor von WRI UK. In dieser Funktion ist Edward zuständig für die 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WRI UK, die Beziehung zur britischen Regierung, im Vereinigten Königreich ansässige Vorstandsmitglieder und andere wichtige Partner sowie den Schirmherrn des WRI aus der britischen Königsfamilie, den früheren Prince of Wales, nun König Charles III.
Marcel Groleaus Engagement für den landwirtschaftlichen Sektor geht weit über den UPA-Vorsitz hinaus. Er ist ebenfalls Vorsitzender von UPA Développement international und Präsident von Agricord, einer Organisation mit 12 Gremien, welche die Weiterentwicklung von landwirtschaftlichen Organisationen in Entwicklungsländern unterstützt. Darüber hinaus ist er Vorsitzender der Agricultural and food exception coalition. Herr Groleau ist Teil des Exekutivausschusses der Canadian Federation of Agriculture und des Beratenden Ausschusses vom Canadian Agri-Food Policy Institute. Er hat bereits zahlreiche internationale Termine wahrgenommen, um bilaterale und multilaterale Handelsabkommen zu verhandeln und bei internationalen Treffen von Landwirtschaftsorganisationen teilzunehmen. Er ist auch Mitglied in der Prüfkommission des Weltbauernverbands und war Teil des Beratenden Ausschusses für die Neuverhandlung von NAFTA.
Herr Groleau ist darüber hinaus Vorstandsmitglied beim Institut de tourisme et d’hôtellerie du Québec (ITHQ) und bei Banques alimentaires du Québec.
Als Präsidiumsmitglied der Fédération national des syndicats d’exploitant agricoles (FNSEA) repräsentierte er von 2017 bis 2022 die europäische Gemeinschaft im Vorstand des Weltbauernverbandes und war zudem Schatzmeister und Vizepräsident der Organisation.
Er fungierte auch von 1999 bis 2001 als Präsident des Conseil Européen de Jeunes Agriculteurs (CEJA).
Sein Motto lautet: “Tout seul, on va plus vite, ensemble, on va plus loin” (“Alleine geht man schneller, gemeinsam kommt man weiter”).
Bevor sie Teil von IFAD wurde, arbeitete Triki am Hauptsitz der Afrikanischen Entwicklungsbank (AFDB) in Abidjan, Elfenbeinküste, als Managerin in der Abteilung für Mikroökonomie, Institutionen und Development Impact. In dieser Funktion war sie verantwortlich für das Screening sämtlicher mit der AFDB in Verbindung stehender Tätigkeiten des Privatsektors, insbesondere im Hinblick auf Additionalität und Development Impact.
Von 2013 bis 2017 war sie Chefökonomin bei der AFDB-Abteilung für die Region Nordafrika in Tunis, Tunesien. In dieser Funktion war sie sowohl für Tatigkeiten des privaten als auch des öffentlichen Sektors zuständig, mit besonderem Fokus auf Unternehmertum, öffentlich-privaten Partnerschaften und finanzieller Teilhabe/ Entwicklungsinitiativen im Finanzsektor. Sie spielte auch eine bedeutende Rolle bei der Einrichtung des AFDB-Hubs für öffentlich-private Partnerschaften in Nordafrika und des Programms Souk At-tanmia, das Jugendbeschäftigung fördert.
Von 2008 bis 2013 hatte Triki eine hochrangige Position sowie eine Position als Chefvolkswirtin bei der AFDB inne, im Rahmen derer sie an der Zusammenstellung des Teams für Additionalität und Ergebnisanalyse der Entwicklung (ADOA) beteiligt war. In dieser Funktion leistete sie zudem einen aktiven Beitrag zur Ausarbeitung zahlreicher AFDB-Leuchtturmprojekte wie z.B. das KMU-Programm und das Handelsfinanzierungsprogramm, und schrieb eine Vielzahl an wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern über finanzielle Teilhabe und die Entwicklung des Finanzsektors in Afrika.
Bevor sie Teil der AFDB wurde, hatte Triki 10 Jahre lang unterschiedliche Positionen in der Wissenschaft inne – sie lehrte Finanzwirtschaft in Kanada, Frankreich und Tunesien und fungierte als Managerin und Beraterin von privatwirtschaftlichen Unternehmen.
Triki hat einen Ph.D. in Finanzwirtschaft (Risikomanagement) von der HEC Montréal.
Vor der Übernahme dieses Amtes war Martien van Nieuwkoop zwei Jahre lang Direktor der Abteilung Agriculture Global Practice der Weltbank. Er verantwortete Maßnahmen der Weltbank in den Bereichen Kreditvergabe, Portfolien und Analytik im landwirtschaftlichen Sektor in den Regionen Ostasien-Pazifik, Lateinamerika und Karibik sowie Südasien, koordinierte die Zusammenarbeit mit der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) im Bereich Agrobusiness und leitete die globalen Maßnahmen der Bank im Bereich Landwirtschaft und Klimawandel.
Er fing 1993 im Rahmen des „Young Professionals Program“ bei der Weltbank an und arbeitete zunächst als Agrarökonom in der Region Lateinamerika und Karibik. Er war Clusterleiter für Landwirtschaft mit Einsätzen vor Ort in Madagaskar von 2001 bis 2004 und in Indien von 2005 bis 2007. Von 2007 bis 2015 war er Programmkoordinator und Sektormanager für Landwirtschaft mit verschiedenen Einsätzen in Afrika, u. a. im südlichen und westlichen Afrika. Von 2015 bis 2017 war er zudem Practice Manager für Landwirtschaft in Südasien. Bevor Martien van Nieuwkoop für die Weltbank tätig wurde, war er von 1991 bis 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter im wirtschaftswissenschaftlichen Programm des Internationalen Zentrums zur Verbesserung von Mais und Weizen in Mexiko. Von 1989 bis 1991 arbeitete er als beigeordneter Sachverständiger im bilateralen Kooperationsprogramm der Niederlande in Pakistan.
Er hat einen akademischen Abschluss („Doctoraal“ – entspricht einem Masterabschluss) (Cum Laude) in Entwicklungsökonomie von der landwirtschaftlichen Universität Wageningen, Niederlande, und hat im Rahmen des internationalen Austauschprogramms der Universität Georgetown, Washington, D.C., USA, einen MBA (Beta-Gamma-Sigma) erworben. Er wuchs auf einem familiengeführten Gartenbaubetrieb in Gouda, Niederlande, auf.
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Moderation
Er ist ehem. geschäftsführender Direktor der African Agribusiness Alliance, Accra, Ghana; ehem. geschäftsführender Direktor der African Cashew Alliance; ehem. Exekutivdirektor der African Energy Investment Corporation, AEICORP, Cotonou, Republik Benin und Geschäftsführer der Banque Internationale du Benin. Er fungierte darüber hinaus als stellvertretender Generalsekretär der West African Bankers Association (WABA) in Freetown, Sierra Leone.
Dr. Oyewole promovierte (im Fach Entwicklungsfinanzierung und -politik) an der Universität Bradford, Vereinigtes Königreich, und erhielt das Chevening-Stipendium; MBA (Marketing und Unternehmensstrategie) und Zusatzqualifizierung im Bereich Finanzinstitutionen für die privatwirtschaftliche Entwicklung an der Harvard University, USA, neben zahlreichen Kursen zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung in angesehenen Einrichtungen.
Er ist oft als Experte und Redner bei internationalen Konferenzen anzutreffen und spricht fließend Englisch und Französisch.