Finanzierung des nachhaltigen Wandels in den Agrar- und Ernährungssystemen: Lücken und Chancen
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)
Zeit: Donnerstag, 19. Januar 2023, 16:00 – 17:30 Uhr
Raum: M2-M3
Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch
Zusammenfassung:
Agrar- und Ernährungssysteme auf der ganzen Welt bieten eine einmalige Gelegenheit zur Bekämpfung des Klimawandels, indem sie ihre Widerstandsfähigkeit stärken, um die Anpassung an den Klimawandel durch nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken sicherzustellen und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen durch nachhaltige Agrarsysteme zu verringern. Die Umsetzung von klimaresilienten Agrar- und Ernährungssystemen erfordert politischen Willen, internationale Zusammenarbeit, die Generierung und den Austausch von Wissen und bewährten Verfahren sowie Finanzmittel zur Unterstützung der Erzeuger und Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette weltweit, um den nötigen Wandel durchzuführen. Die Initiative „Ernährung und Landwirtschaft für einen nachhaltigen Wandel“(FAST), die auf der COP27 von der ägyptischen COP-Präsidentschaft ins Leben gerufen wurde, zielt auf eine quantitative und qualitative Verbesserung der Beiträge der Klimaschutzfinanzierung zur Umgestaltung der Agrar- und Ernährungssysteme bis 2030 ab. Mit ihrer Kernbotschaft betonte die stellvertretende Generaldirektorin der FAO, Maria Helena Semedo, die Bedeutung der Förderung von Investitionen bei der Transformation der weltweiten Agrar- und Ernährungssysteme hin zu größerer Resilienz, Effizienz, Nachhaltigkeit und Inklusion, während gleichzeitig Länder, die Zugang zu Finanzmitteln gegen den Klimawandel benötigen, unterstützt werden müssen und sichergestellt werden muss, dass die entsprechenden finanziellen Mittel kleine und mittlere Nahrungsmittelerzeuger auch erreichen.
Das Panel wurde von Herrn Wolfgang Zornbach vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft moderiert und unter den Experten waren Iride Ceccacci (EBRD), Martina Fleckenstein (WWF International) und Ritsuko Yoneda (Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei von Japan). Sie diskutierten konkrete Möglichkeiten zur Förderung der Anpassung an den Klimawandel und dessen Abschwächung bei gleichzeitiger Gewährleistung der Ernährungssicherheit und Ernährung, mit Schwerpunkt auf den drei Säulen der FAST-Initiative: i) Zugang zu Klimafinanzierung, -wissen und -kapazitäten, ii) Politikberatung und iii) Dialog. Iride Ceccaci betonte die Bedeutung von Partnerschaften bei der Umsetzung der Ziele der FAST-Initiative und unterstrich die Rolle der Zusammenarbeit zwischen EBRD und FAO. In diesem Zusammenhang wies Martina Fleckenstein darauf hin, dass die Initiative als Dachorganisation einige Möglichkeiten zur Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels bietet.
Keynote Sprecherin
Ehrungen und Auszeichnungen
November 2019:
• Crans Montana Forum – Prix de la Fondation
Dezember 2018:
• Rio-Branco-Orden, verliehen durch die Regierung von Brasilien
• Doktortitel honoris causa, verliehen durch die Universidade Aberta in Lissabon, für ihre Arbeit im Bereich der globalen nachhaltigen Entwicklung
März 2018:
• Auszeichnung als “Woman of the Year” beim 2018 Women Diplomats Day in Portugal
Mai 2008:
• Verdienstorden Nigers für ihren herausragenden Beitrag im landwirtschaftlichen Sektor
Podiumsgäste
Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung von strategischen und betrieblichen Agrarwirtschaftsprioritäten, indem sie die Prozesse der Integration von agrarlandwirtschaftlichen Beratungstätigkeiten in das Bankwesen optimiert. Sie ist zudem für politische Dialogprojekte zuständig, die in Zusammenarbeit mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen umgesetzt werden. Zuvor war Iride in der Abteilung für Strategien und Politikkonzepte der Weltbank tätig sowie beim Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Washington, DC. Sie begann ihre Karriere vor ca. 15 Jahren beim Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Iride hat einen Masterabschluss in Außenwirtschaft von der SAIS Johns Hopkins University.
Moderation
1979 – 1986 Universität Hamburg: Biologie-Studium (Studienschwerpunkte: Angewandte Botanik, Mikrobiologie und Entomologie
1986 – 1990 Dissertation in Biologie an der Universität Hamburg, externe Arbeit in der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (Pflanzenschutz)
1990 – heute BMEL
1990 – 2016 Referat Pflanzenschutz/integrierter Pflanzenschutz (Beamter, Regierungsdirektor)
seit 2017 Referat Nachhaltigkeit und Klimaschutz (Beamter, Regierungsdirektor)
seit 2019 – Leiter des Referates Nachhaltigkeit und Klimaschutz
seit 2022 – Leiter des Referates Klimaschutz, Klimaanpassung, Wasser